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Herbstreife

Auszeitklang Michaela Stohl
22. November 2021

Auszeitklang.de

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Herbstreife
Die Natur gibt Früchte der Poesie

D

er Sommer wird wehmütig und muss so einiges loslassen – er reift in den Herbst hinein.

Wie schön dieser Herbst ist, der uns so vieles lehrt. Bisher hatte er für mich oft etwas Schweres, schwingt da doch diese Wehmut des Vergehens und Abschiedes mit. Im Grunde genommen können wir den Herbst nur mit der Hoffnung auf Erneuerung genießen.

Das hat mir die Augen geöffnet, dass im Herbst der Beginn für die Reformation liegt, denn diese geht mit der Befreiung von Schwerem einher. Indem wir das Loslassen üben und die Reise mit möglichst wenig Gepäck antreten,  uns an den kleinen Dingen freuen, die der Wind vor uns ausbreitet, kann die Erneuerung bei uns einziehen.

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Wie geht es dir persönlich mit dem Thema Erneuerung – Reformation? Kommt dir auch sofort die Assoziation von Herausforderung und Veränderung? Wie gut kannst du dich in deinem Leben darauf einlassen?

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Wie reagiert die Natur darauf? Sie nimmt die Umstände hin und passt sich, wenn nötig an oder stemmt sich gut verwurzelt mit aller Kraft dagegen. Es ist bei uns auch ein immerwährendes Abwägen zwischen Anpassung und einem mutigen Voranschreiten und Ausprobieren, verbunden mit dem Loslassen gewohnter Glaubenssätze und liebgewordener Verhaltensweisen und vielleicht einem vermehrten Anecken. Denn wann immer wir Gewohntes loslassen, stoßen wir auch auf Unverständnis oder Inakzeptanz, weil wir ja unterschiedlich schnell und woanders in unserer Entwicklung unterwegs sind. Oft ist das verbunden mit inneren Widerständen – bei uns und bei unserem Umfeld. Denn wenn einer etwas ändert, kommt alles ein wenig durcheinander. Doch wenn wir uns diese inneren Ärgernisse näher anschauen, sehen wir, dass sie meist eine lange Entstehungsgeschichte haben. Wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen, finden wir vielleicht eher Lösungen, wie eine adäquate Reaktion auf die Umstände aussehen könnte. All das entdeckt man manchmal in der Natur oder beim Malen.

Ist der Herbst und kommende Winter nicht sowieso eine besinnliche Zeit der Reflexion? Die Natur bereitet sich jedenfalls auf die kommende Zeit des Ausruhens vor, indem sie alles loslässt – das Schwere genauso wie das Leichte. Ein schönes Bild.

Soweit meine jetzigen Erkenntnisse und Erfahrungen. Bist du auch am Aussortieren von Dingen und lästigen Gedanken, um Erneuerung einziehen zu lassen? Ich wünsche dir Freude und Mut für die Reformation, die Gott uns tagtäglich anbietet (nicht nur am Reformationstag).

Reformation

Was hast du für ein Ziel? Lohnt es sich denn überhaupt?

Oder wird dir alles zu viel, weil Herausforderung dir die Freude raubt?

Wir können tagtäglich innehalten, um uns neu zu fokussieren.

Wir dürfen unser Leben gestalten und eine Menge ausprobieren.

 

Diese Erfahrungen sind ein Schatz, der Verborgenes sichtbar macht.

Hast du in dir einen Platz, in dem die Erneuerung erwacht?

Wer sprengt unsere zu eng gesteckten Rahmen? Ruach ist ganz anders, als wir denken.

Er sät Verwandlungs-Samen, wird auch deren Wachstum schenken.

© Michaeka Stohl

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Was kannst du sonst im Herbst noch tun? Während die Früchte reifen, lernst du etwas dazu, indem du ausprobierst, Dinge selbst herzustellen.

Blüten und Kräuter, Holunderhustensaft, Holundersuppe, Wacholder, Walnüsse, Zierquitte

wurzelnde Reife und gebendes Loslassen, Ode an den Wald, Neuanfang, Schau mal, Zeit für Stille und mehr Meer, jede Nacht Sternenregen, durchs Leben pilgern, zu wenig Selbstliebe – Co-Abhängigkeit, 5 Jahre WertderNatur – zurück zu den Wurzeln, Distel – eine Geschichte, der Herbst – Beginn der Reformation

Pflanzen und Menschen zum Aufblühen bringen, Blickwinkel, Klosterbesuch – eine stille Reise, Nestbau e.V. – Urvertrauen geben, Stille, älter und auch reif werden?, alles eine Frage des Blickwinkels, Neues wagen

Hier ist ein kleiner Überblick, welche herrlichen Sachen man im Herbst herstellen kann, damit die Sinne auch im Winter noch ihre Freude haben.

Sommer reift in den Herbst

Bunt bist du und voller Leben. Das Licht zeigt dein Hineinreifen,

deine Wärme scheint zu schweben. Du bist nicht zu ergreifen.

Man kann sich einfach an dir freuen und zuschauen, wie du dich wandelst.

Du wirst dich nicht scheuen, zu zeigen, wie du handelst.

Aus Knospen werden grazile Blüten, sie verwelken und bilden Früchte.

Du musst dich nur hüten vor der Hinterlist der Gerüchte,

welche besagen, du wirst immer bleiben. Wir alle werden lernen, loszulassen.

Du konntest jedoch dein Wesen beschreiben und der Herbst wird es erfassen.

Gereift kannst du in ihn hineinfallen und seine Leuchtkraft ergänzen.

Euer gemeinsames Lied wird erschallen in wirbelnden Blättertänzen.

So nah beieinander liegen Ende und Beginn und lehren eines jeden Momentes Genuss.

Wird die Zeit auch schnell verrinnen, bunte Herbstfreude ist ein Muss.

© Michaela Stohl

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Hier geht es zum Winter. Mehr Informationen unter auszeitklang.de

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